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„Es geht nicht ohne die Natur”

Vor 25 Jahren bewies Suzie Heger viel Mut und gründete das wellenklænge Festival. Sie ist überzeugt davon, dass Kunst und Kultur zu mehr Gerechtigkeit in der Gesellschaft beitragen können.

 

Suzie Heger über…

 

… die Anfänge des wellenklænge Festivals:

Ich bin in Lunz aufgewachsen und habe die Gegend schon immer geliebt – das Wasser, die Berge, die Wiesen, einfach alles. Durch meinen Beruf als Kostüm- und Bühnenbildnerin bin ich mit dem Theater in Berührung gekommen und so entstand irgendwann die Idee, eine Kulturveranstaltung in der wunderschönen Landschaft zu machen.

 

… die Besonderheit des Festivals:

Das ist ganz sicher die Kombination aus den anspruchsvollen Darbietungen und der wilden schönen Natur. Das macht etwas mit einem, wenn man Kultur in so einer Umgebung erlebt. Es geht nicht ohne die Natur.

 

… die Herausforderungen in den Anfangsjahren:

Das war ganz klar das fehlende Geld. Das hat mir schon viele schlaflose Nächte bereitet. Wir haben ja alle ohne Bezahlung bzw. für wenig Geld gearbeitet. Nur die Künstler haben von Anfang an eine Gage bekommen. Das war mir persönlich sehr wichtig.

 

… Mut & Gerechtigkeit in Kunst und Kultur:

Ich bin der Meinung gerade in dieser schwierigen Zeit ist es besonders wichtig, dass Künstler – aber auch Veranstalter – mutig bleiben. Die Kultur darf sich niemals instrumentalisieren oder zensieren lassen. Freiheit, Mut, Gerechtigkeit das sind doch die zentralen Werte, für die die Kunst steht. Und das über alle Grenzen hinweg.

 

… ihre persönliche Quelle des Muts:

Ich bin keine Kämpferin, die auf die Barrikaden steigt. Ich schöpfe Mut aus der Natur und der Ruhe, beispielsweise wenn ich mit meinem Hund in den Wald gehe. Und natürlich aus dem Kontakt zu guten Menschen. Dazu gibt es aktuell wieder mehr Möglichkeiten, auch bei den wellenklængen.

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