Nina Jukić ist eine vielseitige Musikerin, Klangkünstlerin, Komponistin, Sängerin und Musikpädagogin. Sie lebt seit 2013 in Wien. In ihrer elektroakustischen Musik und Klangkunst erforscht sie Klangtexturen und meditative Zustände, wobei sie häufig Fieldrecordings und die Stimme als Klangmaterial verwendet. Inspiriert vom Surrealismus und Pauline Oliveros‘ Philosophie des „Deep Listening“ experimentiert sie mit der Gegenüberstellung von Komposition und freier Improvisation, voraufgezeichnetem Material und Live-Performance, natürlichen und künstlichen Klängen.
Als Mutter von zwei kleinen Kindern interessiert sie sich auch besonders für die Möglichkeiten und Grenzen des Kunstschaffens, die durch die Mutterschaft geprägt sind.
Nina tritt sowohl solo als auch mit dem experimentellen Trio Sisters in Noise zusammen mit Miriam Jochmann und Ellen Preuss auf. Bevor sie sich auf experimentelle und elektroakustische Musik konzentrierte, war sie auch in der österreichischen Popszene aktiv, schrieb einen Song für My Ugly Clementine mit und veröffentlichte ein Album mit Don’t Go, einem Duo, das sie zusammen mit ihrem Ehemann Alexander Forstner bildet („Jasmine“, Seayou Records, 2021, koproduziert mit Sophie Lindinger). Außerdem singt sie in einer Jazzband (The Juke Swing Band). 2025 schloss sie ihr Studium am ELAK, dem Universitätskurs für elektroakustische und experimentelle Musik an der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, ab.
„David Six zeigt sich als Experte darin, weite Räume zu schaffen, die jedem einzelnen Ton, jeder Melodie und auch jedem klanglichen Experiment fern jeder Verkopftheit tiefergehende Geltung verleihen!“
(Michael Ternai)
Simon Zöchbauer ist als Komponist und Musiker ein Forschergeist. Freidenkend und verspielt, mit der Akribie eines Wissenschaftlers und der Tiefgründigkeit eines Philosophen, vermisst er musikalische Landschaften, gräbt nach Wurzeln und blickt hinter Fassaden, die seine Lebenswirklichkeit ausmachen.
Die Laufbahn eines Berufsmusikers schlägt er ein, nachdem ihm der 1.Preis mit Auszeichnung des Bundeswettbewerbes Prima La Musica 2003 überreicht wird und ihm die Gewissheit verleiht, eine künstlerische Ausdrucksform gefunden zu haben. Sein Trompetenstudium führt ihn schließlich von der Anton-Bruckner-Universität in Linz die Donau abwärts nach Wien an die Universität für Musik und darstellende Kunst, an der er sein Konzertfachstudium bis 2015 absolviert. 2019 folgte der Abschluss seines Masterstudiums in Komposition und Musiktheorie. Auslandssemester absolvierte er in New York City und Karlsruhe.
Nebst seiner Beschäftigung mit der klassischen Musik und ihren technischen Möglichkeiten, setzt sich Zöchbauer in der Vergangenheit mit traditioneller Musik und ihrer Übersetzung in die Gegenwart auseinander. Mit seinem mittlerweile international gefeierten Ensemble „Federspiel“, das bereits die etabliertesten Konzertbühnen weltweit bespielt (Goldener Saal des Wiener Musikvereins, Berliner Philharmonie, Hamburger Elbphilharmonie, u.v.m.), gräbt er nach Wurzeln und tieferliegendem Erdreich.
In seinem Soloprojekt, mit dem Zöchbauer im März 2019 sein Debüt feierte, öffnen sich seine Kompositionen zeitgenössischen und elektronischen Impulsen genauso wie Einflüssen sakraler Musik. Mit der Veröffentlichung des Albums Achad und nicht zuletzt auch durch die Übernahme der Intendanz des wellenklænge Festivals in Lunz am See seit 2018, kristallisiert sich die Gegenwart immer deutlicher als Brennpunkt seines künstlerischen Schaffens heraus. Zöchbauer’s durchdringende Beschäftigung mit der Musik und ihren schöpferischen Bedingungen eröffnen Spielräume, die sich vom Moment aus gleichermaßen in zeitlich Vergangenes wie Zukünftiges projizieren.
Ralph Mothwurf, Komponist und Musiker, lebt und arbeitet in Wien. Er studierte Jazzkomposition und Neue Musik bei Christoph Cech, Carola Bauckholt und Gerd Hermann Ortler.
2019 debütierte Mothwurf als Komponist und Dirigent mit seinem neu gegründeten 22-köpfigen Ensemble „Ralph Mothwurf Orchestra“ im Wiener Musikclub Porgy&Bess. Im selben Jahr wurden acht neue Stücke aufgenommen, die im Dezember 2020 auf dem Album „ZELT“ auf dem Label „Edition Ö1 – Contemporary Jazz“ veröffentlicht wurden. In den letzten Jahren arbeitete er mit renommierten österreichischen Ensembles wie dem Bruckner Orchester und dem Janus Ensemble zusammen und empfing Auftragswerke von Wien Modern, dem Festspielhaus St. Pölten und der St. Florianer Brucknertage.
Mit seinem 2014 gegründeten Musikprojekt „Yasmo und die Klangkantine“ konzertiert Mothwurf im gesamten deutschsprachigen Raum (Wiener Konzerthaus, Jazzfest Saalfelden, Donauinselfest, Wiener Festwochen, ImPulsTanz, …) und wurde als „Songwriter des Jahres“ im Rahmen des „Amadeus Austrian Music Award 2020″ nominiert.